Farnlaub

 Skinny Pig

Zucht - Rauch

Inhaltsverzeichnis

          1. Herkunft und Entstehung von Skinny Pigs

           2. Das Fell der Skinny Pigs

            3. Die Haut der Skinny Pigs


             4. Haltung und Wesen der Skinny Pigs
              5. Überlegungen vor der Anschaffung

               6. Gesetzliches

                7. Baldwins im Vergleich zu Skinnys

 

1. Herkunft und Entstehung von Skinny Pigs


Sinnys sind eine relativ junge Meerschweinchen Rasse. Das erste dokumentierte Skinny wurde 1978 in einem kanadischen Forschungslabor, geboren. Dieses ist jedoch nicht durch ein künstliche Gen-Experimente, sondern durch eine spontane Mutation der Natur entstanden, eine gezielte Zuchtauslese fand aber nicht statt. Ein US-Wissenschaftler Namens Charles River erfuhr von den ungewöhnlichen „Nacktmeerschweinchen“ aus Kanada und ließ sich einige Tiere 1982 zuschicken. Durch ihre großflächig freilegende Haut begann er gezielt Skinny Pigs für Versuche und Studien zu züchten.
Schnell bemerkte er, dass sich das Skinny-Gen nicht dominant vererbte und sich eine Zucht für Laborzwecke kaum lohnt, wodurch die bei uns unter Qualzucht zählenden Baldwins viel lukrativer oder das Abrasieren normaler Meerschweinchen ist (Der Unterschied zwischen Baldwins und Skinnys finden Sie am Ende der Seite).

Nach wenigen Monaten im Labor sind die bereits existierenden Skinnys an private Züchter gelangen. Schnell gewannen sie anwachsender Beliebtheit in Nord Amerika und fanden schließlich auch in den 2000er nach Europa.
Der Name „Skinny Pig“ leitet sich ab vom englischen „skinny“ für schlank/mager und Pig für Schwein ab. Durch ihr geringe Behaarung wirken Skinnys schlanker als ihre voll-behaarten Artgenossen. Dieser Eindruck täuscht jedoch und lässt sich auf der Wage nicht bestätigen Skinny Sauen ereichen 700 bis 800 Gramm und Böcke bis zu 1100 Gramm und mehr.
 

 

Skinny Pigs sind in Europa noch sehr selten aber durch ihr ungewöhnliches Aussehen, quirligen Wesens und überdurchschnittliche Zutraulichkeit finden sie immer mehr Liebhaber in Europa.

Oft werden Skinny Pigs auch Nacktmeerschweinchen gennent oder gar unwissend mit Haarlosichkeit verbunden. 

Die Bezeichnung als Nackte-Meerschweinen trifft jedoch nicht zu, da Skinny Pigs nicht haarlos sind. (mehr dazu finden Sie auf meiner Seite)

Ich lade Sie gerne auf meiner Seite ein um sich über diese sehr

liebevollen und außergewöhnlichen Meerschweinchen Rasse

zu Infomiren.

Ich bin Mitglied bei RÖK und gemeldeter Züchter. Meine Tiere verfügen

über einen Stammbaum, jedoch ist die Rasse der Skinny Pigs,

im Gegensatz zu Nordamerika,  bei uns noch nicht anerkannt.

 

2. Das Fell der Skinny Pigs


Skinny Pigs sind wie erwähnt nicht Haarlos im Gegensatz zur Qualzucht zählenden Baldwins.
Im Gegensatz zu den Baldwins, weisen die Skinnys eine Rest Beharrung an der Nase inklusive Tasthaare vor, sowie feine Härchen an den Ohren und Wimpern. Auch die Beine der Skinnys sind behaart, der restliche Körper scheint unbehaart zu sein,  weist jedoch auch oft einen leichten Flaum auf der bis zu eine Überbehaarung ausgebildet sein kann. Skinnys mit einem sehr behaarten Körper nennt man Werwolf.

Durch die genannte Mindestbehaarung, zählen Skinny Pigs nicht zu haarlosen Rassen, da sie die wichtigsten Tasthaare besitzen, die sie für das Tasten und Suchen benötigen. Skinnys kommen „nackt“ zur Welt, wobei sie nicht haarlos sind, da bei Skinny Pigs alle Haaranlagen vorhanden sind. Durch eine zufällige genetische Mutation findet trotz intakten Haarfollikeln kaum Haarwuchs statt. Nur an besagten Körperstellen wie zB. Nase, Augen und Stirn, sowie an den Füßen wachsen die Haare zu einem sichtbaren Fellkleid heran. Skinnys können nach ihrer Geburt sogar nach einigen Monaten an Haaren zulegen oder auch verlieren, sodass beispielsweise aus einem eher „nackten“ Skinny im Laufe seiner Entwicklung ein über-behaarter „Werwolf“ werden kann und umgekehrt. Die wichtige Restbehaarung bleibt jedoch vorhanden. Ich lege hohen Wert auf die Beharrung meiner Tiere und scheiden mögliche Tiere mit zu geringer Beharrung grundsätzlich der Zucht aus. Auch die Einkreuzung mit Trägertieren und Werwölfen ist für mich extrem wichtig um zu nackte Tiere non vornherein zu vermeiden (Ein sogenanntes Trägertier ist ein normal behaartes Meerschweinchen, welches das Skinny-Gen in sich trägt).
 

Skinnys und Werwölfchen.jpg
 

3. Die Haut der Skinny Pigs


Das erste Mal als ich ein Skinny Pig in der Hand halten durfte, war ich sofort in die Rasse Verliebt. Ihre samtig weiche Haut und ihr ruhiger und gutmütiger Charakter, hat mich in ihr Bann gezogen.
Skinnys unterscheiden sich kaum von ihren „Normalen“ Artgenossen. Skinnys benötigen gegenüber Vollbeharten Meerschweinchen etwas mehr Futter und dürfen nicht der Kälte ausgesetzt werden. Skinny Pigs sind reine Haus- und Wohnungstiere. Die perfekte Temperatur für Skinnys beträgt etwas über 20 C°, also perfekte Wohnzimmer Temperatur um mit den kleinen kuscheln zu können. Wenn man dies beachtet, unterscheidet es sie kaum von anderen Rassen. Auch ein Ausflug in den Garten an einem schönen Sommertag ist möglich, jedoch ist ein Sonnenbrand für das Tier zu vermeiden. Ich finde, dass die Rasse Skinnypigs einen ganz anderen Familienanschluss als normale Meerschweinchen finden, da Skinnys extrem den Körper Kontakt zum Menschen suchen und lieben. 

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4. Haltung und Wesen der Skinny Pigs


Skinny Pigs stellen denselben Ansprüchen an die Haltung und Fütterung, wie normale Meerschweinchen andere Rassen. Skinnys haben aber einen etwas schnelleren Stoffwechsel wodurch sie mehr Futter als normale Meerschweinchen benötigen, dies ist aber auf jeden Fall überschaubar.
Bitte überbehüten sie ihre Skinnys nicht aufgrund ihrer geringeren Beharrung gegenüber andere Rassen. Vorsicht ist in den ersten Tagen der Vergesellschaftung von vollbehaarten und Skinny Meerschweinchen geboten, da sich die Meerschweinchen gegenseitig verletzen können. Skinnys haben aber auch eine extrem dicke Haut wodurch sich Skinny Pigs auch bei Kämpfen nicht leichter als behaarte Artgenossen verletzen. 
Es ist davon abzuraten die Skinny in Puppenkleidung oder in sonstigen Kleidungsstücke zu stecken für diverse Fotos oder zum Warmhalten. Genauso wenig benötigen die Skinnys Schaumbäder oder Crems. Skinnys sind normale Meerschweinen die sich auch eine dementsprechende Haltung wünschen. Skinnys sind für Außenhaltung ungeeignet, eine normale Zimmertemperatur zwischen 20-23 Grad, also Wohnzimmer Temperatur, reicht völlig aus. Wenn wir uns wohlfüllen, fühlen sich auch die Skinnys wohl. Kleine Kuschelmöglichkeiten wo sich die Skinnys einmurmeln können, wenn es zB durch lüften mal etwas frisch wird, wird sehr gerne von ihnen angenommen.
Die Rasse der Skinny Pigs sind überdurchschnittlich zutraulich und suchen stark Menschenkontakt, was sich wahrscheinlich auf ihre Geschichte zurückführen lässt. Die Meerschweinchen sind kleine quirlige Fressmaschinen, die ständig auf Achse sind und ihr großes Gehänge unsicher machen. Das verlangt verlangt natürliche dem entsprechend an Platz im Gehege. 
In gemischten Gruppen nehmen Skinnys durch ihr starkes Selbstbewusstsein, gerne die anführende Rangordnung ein. Perfekt ist es wenn, neben Skinnys noch ein weiterer Skinny in der Gruppe ist., da sie gerne den Hautkontakt untereinander suchen. 
Lebenserwartung der Skinnys beträgt leicht über 10 Jahre. 


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5. Überlegungen vor der Anschaffung


Wenn man die Beschreibung sowie Tipps auf meiner Seite berücksichtigt steht nichts mehr im Wege,  um den Kleinen ein gutes Zuhause zu bieten. Gerne steht für euch mit Rat und Tat zur Verfügung. 

 

Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.
-   Haltung bei Zimmertemperatur zwischen ca. 20 – 23C°
-   Bestenfalls 2 Skinnys in einer Gruppe mit behaarten Schweinchen
-   Ausreichend Kuschelhöhlen und Versteckmöglichkeiten für alle Tiere
-   Großes Gehege wo die Temperamentbündel toben können
-   Hochwertiges Futter rund um die Uhr, um den erhöhten Futter sprich         Kalorienbedarf der Skinny abzudecken
-  Genügend Zeit für die Skinnys um die vom Tier und Mensch begehrten      Kontakt zu stillen


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6. Gesetzliches

Skinny Pigs sind gesundheitlich und von ihren Sinnesleistungen nicht eingeschränkt, durch die Restbehaarung der Rasse wie unteranderem Wimpern zum Schutz der Augen, Tasthaare zur Orientierung, spricht weder aus ethischer noch rechtlicher Sicht etwas gegen die Zucht und fallen nicht in die Kategorie Haarlosigkeit. Skinny Pigs werden weder in Österreich noch in anderen Ländern als Qualzucht eingestuft, auch wenn das österreichische Tierschutzgesetz explizit Haarlosigkeit als Qualzuchtmerkmal nennt sind Skinny Pigs durch das Vorhandensein von Tasthaaren, Wimpern und sonstiger Restbehaarung (wie in ''2. Das Fell der Skinny Pigs'' beschrieben) im Gegensatz zu Baldwins nicht haarlos und somit keine Quallzucht.

7. Baldwins im Vergleich zu Skinnys

Baldwins unterscheiden sich zu Skinnys unterwandern dadurch das Baldwins beharrt zur Welt kommen und innerhalb einiger tage all ihre Harre verlieren, inklusive ihrer Tasthaare und sogar Wimpern. Baldwins besitzen auch im Gegensatz zu Skinnys keinen Thymus. In diesem Organ, welches  sich im Hals befindet, werden die Hormone Thymosin sowie Thymopoetin I und II gebildet, die für das Heranreifen von T-Lymphozyten also körpereigene Abwehrzellen essenziell sind. Mit Hilfe der T-Lymphozyten, kann der Körper Fremdstoffe wie Bakterien oder Viren erkennen. Dadurch ist der Thymus ganz wesentlich am Aufbau des Immunsystems beteiligt, wodurch das Fehlen des Thymus bei Baldwins das Immunsystems extrem schwächt und auch zum kompletten Haarausfall führt. Auch die komplette Haarlosigkeit, schränkt Baldwins in ihrem nur wenige Monate langes Leben extrem ein. Ein Grund wodurch Baldwins in Österreich zur verbotener Qualzucht zählen und NICHT die Rasse der Skinny Pig. Skinny Pigs haben genetisch nichts mit Baldwins zu tun!